• Janina Haner

Versteckte Baby-Kosten - und wie ihr trotzdem sparen könnt

Es gibt nichts, was euer Leben so sehr ändern wird, wie euer Baby - aber auch nichts, was euer Leben so sehr bereichern wird!

Es wird sich nicht nur euer kompletter Tagesablauf ändern, sondern auch so einiges in den eigenen 4 Wänden, und vieles wird euer Portemonnaie ebenfalls belasten.

Die Erstausstattung haben die meisten werdenden Eltern auf dem Schirm - versteckte andere Kosten oft nicht so sehr

Erstaustattung

Babybett, die kleinen Strampler, der Kinderwagen, der Sitz fürs Auto, die Wickelkommode - das habt ihr wahrscheinlich alles im Blick.

Wenn das Baby dann auf der Welt ist, kommen die Windeln, die Pflegeprodukte, ggf. auch Babynahrung dazu.

Und euer Baby wächst und wächst! Also werdet ihr auch immer und immer wieder neue Kleidung besorgen müssen.

Glücklicherweise gibt es viele Möglichkeiten, gute Kleidung auch gebraucht zu bekommen, und wahrscheinlich kennt ihr auch andere Eltern mit Kindern, die ein bisschen älter sind, und bekommt vielleicht auch von denen so einiges.

Das sind die Dinge, die euch sicherlich klar sind.

Aber ist euch auch klar, dass es noch weitere, oftmals eher versteckte Kosten gibt?


Schon vor der Geburt gibt es versteckte Baby-Kosten

Kosten vor der Geburt

Kleidung für die werdende Mama

Der Bauch wächst, und auch die geliebte Jogginghose passt wahrscheinlich bald nicht mehr. Spätestens im letzten Trimester wird die Mama wahrscheinlich nicht drumherum kommen, sich Umstandsmode zu besorgen.

Glücklicherweise gibt es heutzutage tolle Umstandsmode, und vielleicht ist auch gebrauchte Kleidung für euch eine Option: die gibt es oft sehr gut erhalten und wenig getragen, beispielsweise in Second Hand Geschäften, und auch auf Internetplattformen und über Kleinanzeigen.

Das schont nicht nur das Budget, sondern auch die Umwelt!


Zusätzliche Untersuchungen vor der Geburt

Die Krankenkasse übernimmt alle notwendigen Vorsorgeuntersuchungen und auch drei Ultraschalluntersuchungen. Doch weitere, individuelle Gesundheitsleistungen, und auch einige andere Dinge werden nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen:

  • Der Geburtsvorbereitungskurs: der wird für die werdende Mama übernommen, aber meist nicht für den werdenden Papa

  • Versorgung mit zusätzlichen Vitaminen, Mineralien oder Spurenelementen, beispielsweise Folsäure, die schon vor dem Start der Familienplanung eingenommen werden sollte

  • Hebammenrufbereitschaft und individuelle Hebammenleistungen (beispielsweise Kurse rund ums Baby)

Hier lohnt es sich übrigens, sich bei seiner Krankenkasse zu erkundigen, was übernommen wird und was nicht. Manche Kassen bieten hier zusätzlich freiwillig Zuzahlungen an.

Das Kinderzimmer - die größere Wohnung Wohnraum ist teuer und wird immer teurer, nicht nur in den Städten.

Wenn dann noch ein Gehalt wegfällt, kann es schon mal eng werden, trotz Elterngeld und Kindergeld.

Und dann kommt noch hinzu, dass es in vielen Gebieten und Städten schwierig ist, überhaupt eine größere Wohnung zu finden...

Aber ihr müsst nicht in Stress verfallen, wenn ihr nicht sofort in der Schwangerschaft eine neue Wohnung findet. Denn im ersten Lebensjahr schläft euer Baby wahrscheinlich eh bei euch im Schlafzimmer, und braucht noch kein eigenes Zimmer.

Braucht ihr einen Kleiderschrank für die Babysachen, oder könnt ihr die auch bei euch im Schrank unterbringen?

Könnt ihr eine Wickelkommode nehmen, die ihr verstauen könnt?

Vielleicht habt ihr auch die Möglichkeit, die Räume umzugestalten, Räume anders zu nutzen. Kann beispielsweise der Arbeitsbereich ins Wohnzimmer integriert werden?

Da lohnt sich auch mal ein Gespräch darüber mit Freunden und Familie, die auch gute Ideen haben könnten. Mit ein bisschen Kreativität werdet ihr bestimmt eine gute Lösung finden!


Nach der Geburt steigen Strom-, Wasser- und Heizkosten

Kosten Baby nach der Geburt

Ein erhöhter Strom- und Wasserverbrauch

Auch wenn ihr es vor der Geburt nicht so recht glauben mögt: eure Waschmaschine wird viel häufiger laufen. Also steigen eure Kosten für Strom und Wasser.

Darum könnten folgende Spartipps hilfreich sein, auch für die Umwelt:

Waschmaschine:

  • Die Kapazität der Waschmaschine ausnutzen

  • Sparprogramme der Waschmaschine nutzen

  • Temperatur verringern, denn Wäsche wird mit den heutigen Waschmitteln schon bei 30 Grad sauber

  • Weniger Waschmittel nutzen, denn es wird oft überdosiert. Hier auch die Dosierungsempfehlung des Herstellers betrachten


Strom:

  • Einen günstigeren Tarif suchen

  • Energiesparlampen nutzen

  • Falls es ein neues Gerät sein muss: beim Kauf auf die Energieeffizienz-Klasse achten

  • Nicht den Standby-Modus eurer Geräte nutzen, sondern sie ganz ausschalten

  • Kühlschrank nicht zu kalt stellen und immer mal abtauen

Heizkosten

Ein Baby soll es warm haben... aber wie warm eigentlich?

Tagsüber reichen 20 bis 21 Grad. Nachts reichen 18 Grad - mit Schlafsack für euer Baby.

Wichtig ist die Luftfeuchtigkeit, die bei 30-50% liegen sollte. Denn Babys haben noch keine ausgebildeten Schweißdrüsen und können große Wärme, und auch die damit oft verbundene trockene Luft, nicht gut vertragen.

Wenn euer Baby anfängt zu krabbeln, solltet ihr unbedingt dort die Temperatur messen, wo es sich aufhält, also auf dem Boden. Wenn es dort beispielsweise durch einen Türschlitz zieht, könnt ihr mit einem Zugluftstopper einfach Abhilfe schaffen, und auch mit einem dicken Teppich (am besten waschbar...).


Beim Wickeln sollte es natürlich schön kuschelig sein. Deshalb könnt ihr über dem Wickeltisch einen Infrarotstrahler anbringen. Damit habt ihr punktuell auf dem Wickeltisch eine schöne Wärme, müsst aber nicht gleich den ganzen Raum heizen. Und ihr könnt das Gerät nach dem Wickeln wieder ausschalten.


Richtiges Lüften spart Geld und verhindert Schimmel

Auch richtiges Lüften spart Geld: Stoßlüften, 10 Minuten lang, und das 3-4 mal am Tag, bei weit geöffneten Fenstern und ausgeschalteter Heizung ist ideal.

Euer Baby hält sich in der Zeit in einem anderen Raum auf.

Was keine gute Idee ist: Dauerlüften mit gekippten Fenstern. Das ist nicht nur teuer, sondern begünstigt auch die Entstehung von Schimmel.

Das größere Auto oder der Zweitwagen für die Familie

Wenn ihr bisher mit einem Kleinwagen unterwegs gewesen seid, werdet ihr wahrscheinlich mit Baby an eure Grenzen stoßen. Ihr müsst den Kinderwagen transportieren, und wenn ihr dann mal mit Reisebett, Kinderwagen, Sack und Pack die Familie übers Wochenende besucht, wird es im kleinen Auto schnell eng.

Und auch aus Sicherheitsgründen wird ein 5-Türer mit geräumigem Kofferraum empfohlen.


Wenn ihr ein anderes oder zusätzliches Auto kauft, schaut nicht nur auf den Kaufpreis, sondern auch auf die laufenden Kosten wie Steuern, Versicherung und Spritverbrauch.

Für die Versicherung lohnt auch ein Vergleich über Internetportale oder selbst recherchiert.

Wenn ihr nicht viel von Autos versteht, holt euch Hilfe von Freunden, oder einer Werkstatt eures Vertrauens, um ein Auto oder ein Angebot zu beurteilen. Insbesondere bei gebrauchten Wagen lohnt es sich oft, denn der Profi kann kommende Reparaturen abschätzen.

Die Betreuung eures Babys

Auch wenn ihr flexible Arbeitszeiten und Homeoffice habt, werdet ihr immer mal eine Betreuung für euer Kind brauchen.

Krippen nehmen Babys ab einem Alter von 6-12 Monaten. Tagesmütter sind eine Alternative zur Krippe.

Die Beiträge für Betreuung sind pro Bundesland und Kommune unterschiedlich. Sie richten sich auch nach Einkommen, Betreuungsdauer, und sind auch vom Träger abhängig. Die Verpflegung wird meist zusätzlich berechnet. Beratung gibt es beim zuständigen Jugendamt, und für einkommensschwache Familien oft auch Zuschüsse.

Wenn Oma und Opa in der Nähe wohnen, ist das für die Betreuung, auch kurzfristig, oft hilfreich. Falls ihr keine Familie in der Nähe habt: tut euch mit befreundeten Eltern zusammen und wechselt euch ab.

Die Krankenversicherung

In der gesetzlichen Krankenversicherung ist euer Kind kostenfrei mit versichert über die Familienversicherung.

Wenn ihr privat versichert seid, wird es für euch teurer, da es keine Familienversicherung gibt. Lasst euch dazu beraten.



Doch eines ist auch klar:

allen gestiegenen Kosten zum Trotz wird euer Baby das Beste sein, was euch je passieren konnte!


0 Ansichten0 Kommentare

Aktuelle Beiträge

Alle ansehen

Impressum     Datenschutz     AGB

© 2020  Janina Haner